Die Digitale Dividende - Chancen für die Breitbandversorgung im ländlichen Raum
Breitbandige Datenverbindungen sind heute ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und beeinflussen die Bürger bei der Wahl ihres Wohnortes, da sie die Basis einer regionalen Informationsinfrastruktur darstellen. Während in den Ballungszentren fast flächendeckend sehr schnelle Datenanbindungen zur Verfügung stehen, ist die Grundversorgung in der Region oftmals nicht vorhanden.
Aus diesem Grund muss die Anbindung bisher nicht versorgter Regionen an die Grundversorgung schnellstmöglich hergestellt werden, um die Attraktivität der Regionen für Unternehmen und Bürger zu gewährleisten.
Deshalb wird das Land Hessen im Rahmen seiner Breitbandstrategie die Breitbandversorgung, insbesondere im ländlichen Raum, weiter verstärkt vorantreiben. Dazu werden alle verfügbaren Maßnahmen umfassend genutzt, die dazu geeignet sind.
So können die hessischen Gemeinden zur Herstellung der Grundversorgung auf GAK- und GRW-Fördermittel zugreifen. Darüberhinaus unterstützen in Zukunft Breitbandberater in den hessischen Regionen die Kommunen bei der Herstellung der Grundversorgung.
Modellprojekt Digitale Dividende
Eine weitere mögliche Maßnahme zur Anbindung der Regionen an die Breitband-Grundversorgung ist die Nutzung der Digitalen Dividende. Dazu werden Funkfrequenzen zwischen 790 und 862 MHz für die Breitbandversorgung genutzt, die bisher zur Übertragung des analogen Fernsehsignals verwendet wurden und nun durch die Umstellung auf digitale Signale frei werden. Im Gegensatz zu den kabelgebundenen Technologien erlaubt diese funkgestützte Technik die kostengünstige Anbindung der ländlichen Region und soll deshalb vorrangig für die Schließung der Versorgungslücken in ländlichen Bereichen genutzt werden.
Aus physikalisch-technischen Gründen scheinen sich die Frequenzen der Digitalen Dividende für die Versorgung in der Fläche besonders gut zu eignen. Sie haben eine besonders hohe Reichweite und gute Gebäudedurchdringung, so dass sich der Investitionsbedarf der Netzbetreiber, zum Beispiel für den Bau von Sendemasten, in Grenzen hält.
Im Rahmen des Modellversuchs Digitale Dividende in Hofbieber soll jetzt die die Praxistauglichkeit dieses Verfahrens ermittelt werden. Dazu werden in Hofbieber in den nächsten zwölf Monaten 50 Testnutzer das funkgestützte Breitbandangebot kostenfrei testen können. Interessierte Bürger und Unternehmen können sich im Rahmen der Informationsveranstaltung am 25.08.2009 um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum Hofbieber für eine Teilnahme bewerben. Sofern die an die Digitale Dividende gestellten Erwartungen erfüllt werden, ist davon auszugehen, dass diese Breitbandtechnologie mittelfristig ein weiterer Bestandteil der Hessischen Breitbandstrategie sein wird.
Die Durchführung dieses Modellversuches wird durch eine Kooperation der Landesmedienanstalt Hessen, dem Mobilfunkanbieter vodafone und der Gemeinde Hofbieber unter der Federführung des Hessischen Wirtschaftsministeriums durchgeführt.


Bewerbung zur Teilnahme am Modellprojekt Digitale Dividende in Hofbieber
Vereinbarung zum Vodafone D2-Feldversuch "Breitbandversorgung in ländlichen Gebieten"
Zusätzliche Informationen anfordern...